Mann, ich merke gerade, wie spannend es ist, alte Beiträge nochmal zu lesen. Der war von Mitte 2005 ... da habe ich typo ja wirklich ein halbes Jahr länger in Betrieb als ich dachte.
Der Sachstand kommt aber so hin:
seit einiger Zeit setze ich Typo3 ein, der Aufwand war zwar völlig falsch eingeschätzt, dennoch bin ich sehr zufrieden und glücklich mit Typo3.
Das größte Sorgenkind ist jedoch das Forum. Das scheint mir völlig unbrauchbar zu sein, bei dem, was da abgeht.
- Die Performance lässt bei gerade mal 275 Usern und ca. 1.200 Beiträgen so dramatisch zu, daß eine sinnvolle Verwendung kaum möglich ist.
- Der Mailer ist kein bißchen durchdacht sondern sinnlos. Doppel-Mails sind an der Tagesordnung, daher ist er inzwischen deaktiviert.
- Die Sortierung der Konferenzen ist unter aller Sau.
- Die Rechtevergabe taugt in der Praxis mal rein gar nichts.
Da waren gerade die ganzen Forums-Probleme voll da. Der Mailer für den Newsletter hat noch nicht gescheit funktioniert und das System hatte gelahmt. Es war sozusagen der letzte "Aufschrei" bevor ich typo das Forum entzogen und vB auf einer neuen Domain aufgesetzt habe. Ich hatte noch auf Lösungen gehofft ... es kamen keine.
Jetzt stellt sich ärgerlicherweise also wieder die Frage, das System doch nochmal zu wechseln. Ich wünsche mir einerseits mein gutes altes phpBB2 zurück, andererseits denke ich mir, daß doch bei so einem System es kein Zustand ist, wenn es keine sinnvolle Forums-Lösung gibt.
Oder ist es tatsächlich so, daß keine Typo-Seite, die ein Forum nutzt, mehr als 200 User hat?
Und das Problem war, daß die CHC-Dateien von keinem anderne Forum importiert werden konnten. Davor hatte ich nur phpBB2 im Einsatz, und von phpBB2 auf CHC zu wechseln ... jaja, das hat meine Masochistischen Bedürfnisse mehr als erfüllt.
*lach*
Es aht mir sehr weh getan, Das Forum rauszuwerfen, wo es nicth einmal richtig funktioniert hat. DAs war der erste Punkt, an dem ich eingesehen habe, das mit dem "Ende mit Schrecken" und dem "Schrecken ohne Ende".
Ich dachte damals, ich bleibe lieber bei einer reinen Inhalts-Seite und packe das Forum und die Community auf eine neue Domain.
Dann ging der Newsletter nicht richtig. Also auch den ausgelagert.
Und irgendwann war alles ausgelagert, den Shop erst sehr spät, nur noch ein nacktes typo da. An der Stelle hatte ich das Gefühl, das ganze Geld für ein nacktes Typo hingelegt zu haben, das mir momentan noch genauso viel bringt wie ein Microsoft-Frontpage mit individuellem Design: Nicht viel.
Typo lag dann ein halbes Jahr dumm rum, ich habe mich immer mehr in vB reingesteigert, vBa eingesetzt, war davon begeistert, und es gab einfach keinen Sinn mehr für Typo. Jede einzelne der Aufgaben,d ie cih an Typo hatte, war an ein anderes, besseres, System vergeben.
Doch der Todesstoß war nicht eine Entscheidung von mir. Der Todesstoß war, daß ich Joomla für eine Freundin aufgesetzt habe. Und es war so schön, es war so einfach, es hat alles gleich funktioniert. Als ich mich mal wieder bei typo einloggen "musste" und festgestellt habe, daß ich den Admin von vB inzwischen in- und auswendig kenne, mich in Joomla nach zwei Wochen wohl fühle und um jede Tätigkeit im Backend von Typo einen Bogen mache war es klar, daß es einfach nicht mehr geht.
Vielleicht ist das die moderne parallele einer Scheidung: Kostet viele Nerven, kostet viel GEld, doch es geht raus aus der Hölle und rein in den (eingebildeten) Himmel.
Natürlich ist Typo nicht "gut" oder "schlecht". Systeme tragen Fehler in sich. Soll heißen: In Netzwerken mit ähnlichen Komponenten werden ähnliche Fehler produziert. Ich habe den Eindruck, mein typo-Experiment ist eines, für das auch schon viele Menschen vor mir Lehrgeld zahlen mussten und für das auch künftig noch so einige Lehrgeld werden zahlen müssen. Das ist es einfahc, was ich schade finde.
Alles Liebe, Julian!