Lieber Julian, ehh... Jobolo,
Das ist eine Respektsfrage.
Für mich fürht das in keine Probleme. Ich habe deutlich kommuniziert, daß ich nicht sagen will, wer ich bin. Du löst damit etwas auf, an dem Du nicht beteiligt bist, das ist ärgerlich.
[...] seit einiger Zeit setze ich Typo3 ein, der Aufwand war zwar völlig falsch eingeschätzt, dennoch bin ich sehr zufrieden und glücklich mit Typo3.
Ich dachte, es geht. Damals waren Fortschritte da, im Backend habe ich gekämpft, dann ist es immer zähflüssiger geworden.
Meiner Meinung nach ist es richtig, von Dingen begeistert zu sein. Das Motiviert, das bringt voran. Ich habe damals einigen von Vorgeschwärmt. Rückblickend hat sich der Aufwand nicht gelohnt.
Der Abschuß war dann einfach, daß ich nach der Installation von vBulletin, von ostickets, von Post Affiliate Pro und zuletzt von Joomla für eine Freundin festgestellt habe, wie einfach so einiges zu installieren ist. Und während ich just for Fun an Joomla rumgebastelt habe kamen da innerhalb von wenigen Stunden ergebnisse zustande, die bei Typo innerhalb von Jahren nicht umzusetzen waren. Das betrifft insbesondere Termin-Darstellungen und Verknüpfungen mit vBulletin.
Spezifisch kam noch die Grafik dazu, die jedoch nicht an Typo liegt. Okay, daß es kein Template-System gibt ist ärgerlich, doch die Grafik hatte einen seltsamen Haken. Ich war begeistert, als ich sie zuerst gesehen habe. Und dann, im Laufe der Wochen, fiel auf, wie schwer die Farben bzw. daß die Kontraste zu leicht sind. An sich würde ich das von einem professionellen Grafiker erwarten, daß solche Langzeit-Folgen beachtet werden, von denen ich als nicht-grafiker keine Ahnung habe.
Hier herrscht uneinigkeit. Angeblich wurde ich darauf hingewiesen, ich kann mich daran nicht erinnern.
Wie auch immer, ich habe mich sehr lange an typo3 festgehalten, und dadurch ist die Kippwirkung natürlich sehr viel heftiger als wenn ich mich am Anfang nicht so sehr dafür begeistert hätte.
Natürlich hat "die Firma" gesagt, alles würde gehen, die sind garantiert ein gewinnorientiertes Unternehmen, da sagt man vieleicht schneller "geht alles" als man sollte.
Soll hier nicht entschuldigt werden - im Gegenteil.
Ist aber nicht der Fehler von typo3.
Das versuche ich auch immer wieder zu kommunizieren. Ich habe am Anfang in diesem Thread wirklich einfach nur "Tschüß" sagen wollen und eben noch einen Hinweis, warum ich gehe. Nur kommt es mir dann so vor, als kriege ich entgegengeschmettert, daß Typo ja so phantastisch ist und eigentlich ich derjenige bin, der einfach nur alles falsch gemacht hat. Da habe ich mich dann immer wieder reingeärgert.
Das typo3 kein "out of the box" CMS ist, das nach der Installation alles kann, sollte doch eigentlich klar sein.
Sollte das jemand zu Dir gesagt haben, dann hat er Dich schlicht angeflunkert.
Mein Wissensstand war: Für 7.400 Euro habe ich ein funktionierendes CMS, das mit einer größenordnung von bis zu 20.000 Usern umgehen kann.
Nicht "out-of-the-box", aber mit 7.400 Euro nachgeschoben.
Soso.
Ich halte 7,4k für ein recht schmales Budget, wenn man den Funktionsumfang betrachtet, den Du da erwartest - aber das ist Geschmackssache.
Wenn mir jemand sagt, er kriegt das für 7.400 Euro hin, ist das nicht wirklich mein Problem. WEnn mir jemand dazu sagt, daß das für 7.400 Euro nicht geht ist das was anderes.
Für mich (!) sind 7.400 Euro viel Geld. Die waren damals finanziert.
Trotzdem gibt es vieleicht Leute, die masochistisch genug sind, typo3 einzusetzten.
*lach*, das bin cih wahrlich. Und mit einem freudigen Lächeln nutze ich das auch immer wieder gerne als Motivation. Da steckt so richtig viel Energie drinnen. ;-)
Weiterlächelnd will ich dann doch an einigen Stellen wieder zurückrudern. Uiuiui, manche Dinge sind wirklich peinlich.
- Okay, ich bin doch nicht unter meinem Richtigen Namen bei poppen.de angemeldet. Aber "Jobolo" ist doch mein typischer Benutzername, der ist nicht schwer, zusammenzubrignen.
Auch hatte ich nie probleme mit meinen Fotos bei Poppen.de (und Joyclub und der Sklavenzentrale und Seveneleven und noch so einigen anderen Communitys), doch bei dem Link hier merke ich, daß auch ich noch Grenzen habe. Meine Bilder habe ich rausgenommen.
- Okay, die 14.000 User sind eher 2.000 User und die Vierstelligen Umsätze waren im Dezember, im Weihnachtsgeschäft und gerade, als ich den Shop angekündigt und knackevoll mit Produkten hatte, da.
Im Vergleich zu den Typo-Forums-und-Shop-Seiten sind es aber "gefühlte" 14.000 User. Und die knapp 25.000 Beiträge im Forum in nur einem Jahr sind echt.
*nocheinkleinesbißchenstolzhinüberrett*
...und wenn Du Deine brilliante Art zu argumentieren unter Beweis stellen wolltest - hast Du getan...
Huah ... danke das Kompliment.
Was ich erreichen wollte habe ich aber nicht erreicht. Vielleicht, weil ich mich phasenweise auch zu sehr geärgert habe. ES geht weniger um meinen Standpunkt, es geht um den Versuch, im Vergleich der Verschiedenen Systeme die Chance zu nutzen, deutlich aufzuzeigen, was an Typo die großen Stolpersteine sind.
Nachdem ich meinen Poppen-Account zugebe, meine Einnahmen und meine Community-Größe (in anderen Szenen wäre das wohl mit "Schwanzlänge" vergleichbar) deutlich korrigiert habe und nun ziemlich nackig dastehe möchte ich Euch doch zu einem kleinen, harmlosen Experiment einladen:
Wenn, wirklich nur wenn, die ganze Extensions-Community mit einem Forum wie vBulletin geregelt wäre, was würde dann passieren? Dann gäbe es die Möglichkeit, Threads und damit Extensions zu bewerten. Einfach und schön.
Dann wäre es sehr einfach, den Ersteller einer Extension öffentlich anzuschreiben. Wunderbar.
Dann würde es vielmehr Spaß machen, zu schreiben, zu Mailen, Code-Modifikationen anzuhängen und so weiter. Klasse.
Könnte es nicht sein, daß dann auch dieser Ganze Wust an Extensions etwas durchgesiebt wäre? Daß die Such-Funktion von vBulletin eben doch so elegant ist, daß Informationen gefunden werden können?
Typo ist kein Forensystem, keine Spezialanwendung für Foren. Doch um eine Community im Austausch über ein OS-CMS am Leben zu erhalten, ist das nicht eine Spezial-Anwendung?
Ähnliches erlebe ich im zen-cart.at-Forum. Das Forensystem ist reiner Müll. Nichts weiter als totaler Müll. Und im Ergebnis läuft da fast nichts. Der Session-Cookie läuft nicht richtig, ich muß mioch jedesmal neu einloggen, weiß mein PW nicht auswendig, das PW-Anfordern ist richtig völlig unübersichtlich ... das Forensystem ist sehr ausladend und nochmal um längen schlechter als jedes Typo-Forum.
Zen-Cart.com arbeitet mit vBulletin, da sieht es ganz anders aus. Und genau daher kommt der Entwicklungsschub, wärhend er im deutschsprachingen Raum eher ausstirbt.
Mir geht es weniger darum, typo schlecht zu machen. Mir geht es darum, es irgendwie hinzubekommen, daß der ein- oder andere sich überlegt, wie sich Typo denn definiert. Denn in meiner Anfangszeit, als ich begeistert war, kamen andere her,d ie mir erzählten, daß Typo unhandlich, unflexibel ist und vora llem anderen: Im Aufwand stets unterschätzt wird. Erinnert mich immer wieder an SAP.
Ich habe das nicht glauben wollen (außerdem war der Auftrag schon vergeben). Typo war nicht einmal auf einem Stand, wo ich hätte sagen können "jetzt ist es stabil".
Ja, ich nehme auch an, mit 20.000 Euro wäre das ergebnis besser gewesen. Aber (glücklicherweise) war ich nach den 7.400 Euro so pleite, daß ich keinen Schritt mehr auf typo3 zumachen konnte, sonst hätte ich das vielleicht.
Wenn hier Realismus aufkommt in der Einschätzung einem Kunden gegenüber, wieviel Aufwand ein typo3 tatsächlich kostet, dann bin ich schon wieder sehr ausgesöhnt.
Denn, auf der anderen Seite: Von dem Redaktionssystem bin ich noch immer begeistert. Das, wsa typo kann, aknn es richtig gut. Und in einer Firma mit vier oder fünf Mitarbeiter, die das CMS pflegen, gibt es wohl kaum was sichereres als typo3. Und der Kunde sollte wissen, daß er noch einen sechsten Angestellten braucht, um typo zu pflegen.
Alles Liebe, Julian!
PS: Wie schön, endlich kann ich wieder mit meinem Namen unterschreiben.
PPS: Chris, daß Du evtl. andere brüskierst finde ich wirklich nicht gut. Ich lästere hier richtig heftig, wenn jemand sucht oder mich direkt anmailt ist das was anderes, aber so öffentlich finde ich das nicht fair.
Liegt daran, daß ich es von der Firma nicht für Böse Absicht halte. Eines der Kill-Kriterien und das erste Drama war das CHC-Forum, und ich glaube den Jungs, daß die nicht wussten, wie katastrophal das Ding ist. So ging es auch mit vielen anderen Extensions ... viel Arbeit reingesteckt und wenig ergebnis, weil die Extensions ungeheuer unpraktsich waren.