Hier meine Eindrücke:
1. Robert wird kritisiert - hmm, kann sein, dass ein Apple-Chef so etwas besser vortragen kann, dieser wird dann aber vermutlich auch besser verdienen. Mir persönlich ist die Präsentation ziemlich egal und ich wüsste auch nicht, dass sich einer unserer Kunden diese ansieht.
2. Als nächstes wird kritisiert, dass es keine Anleitungen zu NEOS gibt. Ist meiner Meinung auch noch zu früh Anleitungen bereitzustellen, wenn die Software noch nicht mal annähernd fertig ist. Auch hier fällt mir aber keiner meiner Kunden ein, der sich für technische Anleitungen zu TYPO3 interessiert.
3. Ich persönlich finde das neue CMS richtig genial und macht auch etwas her. Ich denke, dass eine Präsentation bei unseren Kunden einen bleibenden Eindruck hinterlässt, vor allem mit Vergleich zu TYPO3 4.x - wie das bei Asiatischen Kunden ist, kann ich nicht beurteilen. Desweiteren glaube ich, dass die Redakteure Ihrer Arbeit einfacher nachkommen können und darauf kommt es letztlich an.
4. In den meisten Firmen trifft die Geschäftsleitung die Entscheidung, welche Software eingesetzt wird (natürlich nach Absprache mit den entsprechenden Fachkräften). Wenn dort eine Unsicherheit besteht, ist das ganz normal, schließlich will niemand auf das falsche Pferd gesetzt haben. Aber unabhängig davon wird es immer Weiterentwicklungen geben.
5. Der Name wird kritisiert - ich denke, dass der Name gut gewählt ist. Er impliziert dass es neben dem klassischen Produkt ein Weiteres, Neues gibt. Es ist in dem Zusammenhang völlig irrelevant was danach kommt.
Viele werden wissen, wie man Google richtig nutzt - falls ein Techniker nicht weiß, dass eine Suche nach "TYPO3 NEOS" besser ist als nach "NEOS" ist in der falschen Branche.
6. Das Thema mit der mangelnden Transparenz wurde bereits des Öfteren erwähnt - hier bin ich selbst etwas hin- und hergerissen. Aber wenn ich mir vorstelle, dass Entwickler über den Namen eines neuen Systems entscheiden dürften, wird mir ganz anders 😉
Meiner Meinung nach hätte es TYPO3 gar nicht besser machen können: Das alte System wird weiterhin gepflegt und vorangetrieben und parallel hierzu gibt es ein neues System - was wäre hierzu denn besser?
- Das alte System abzuschalten und das neue zu präsentieren (die friss oder stirb Lösung) oder
- Kein neues System zu entwickeln (die ewig Gestrigen)
Wenn sich also ein Manager nicht durchringen kann, seinen Kunden eine passende Lösung anzubieten, ist er beruflich deplatziert.