Hallo,
ich komme ich eher aus der Contao-Ecke und habe mir heute einmal per Video-Tutorial eine kleine Seite gebaut - die CSS Anpassungen fehlen noch, aber "normale" Inhaltscontainer, Navigation und einfach Templates habe ich schonmal hinbekommen.
Nun wolle ich gerne noch einen Slider einbauen, der aus einem Bild und einem darüberliegendem Textelement besteht - die bei Bedarf auch verlinkt sind.
Wir wird sowas in Typo3 geregelt? Vom Contao kenne ích relativ gut einzubindende Module, die jenachdem auf eigenen Ebene gefüllt und dann eingebunden werden oder direkt auf der Seite erstellt werden.
Habt ihr da Tipps?
Danke
Mark
Hi,
in TYPO3 gibt es Extensions, die die Core Funktionalität erweitern.
Diese kommen in 2 unterschiedlichen Verhaltensweisen.
1. Neues ContentElement
Wenn du einen neuen Text anlegst, hast du dort ein Auswahl Menu, wo du z.B. auf "Text mit Bild" oder "Bilder" um stellen kannst. Diese Liste kann durch Extensions erweitert werden und diese verhalten sich dann genau wie ein TextElement, man legt es auf einer Seite an und trägt dort die Inhalte ein.
2. Als Plugin/Extension
Die meisten jedoch erweitern eine andere Liste, nämlich die wenn du Plugin (auch bei "Text", "Text mit Bild", ...) ausgewählt hast.
Hier werden nach Auswahl meist erweiterte Einstellungsmöglichkeiten angezeigt, die Inhalte selbst werden dann als Datensätze über die "Liste"- Ansicht angelegt. Die Einstellungsmöglichkeiten gelten meist lokal für dieses Inhaltselement, globale Einstellmöglichkeiten kann man dann meist in TypoScript festlegen. Diese Elemente lassen sich dann auch meist, über TypoScript, so einstellen, das Sie z.B. auf jeder Seite im Footer mit dem und dem Datensatz angezeigt werden.
Eine Übersicht der Extensions findest du hier:
http://typo3.org/extensions/repository/
Mh, gibt es einen Grund, warum diese Konfigurationen so oft im TypoScript vorgenommen werden müssen? Ich hatte auf eine komplette Backend-Konfiguration gehofft und am einfachsten noch die Zuweisung von Modulen in bestimmte Seitencontainer.
Mark
Sorry Mark,
Typo3 ist ein Enterprise CMS, Enterprise ist die nette Umschreibung für "Nix Out-of-the-box".
Spass beiseite, die Einsatzmöglichkeiten von Typo3 gehen weit über die reine "08/15 Webseite mit ein wenig dynmischen Inhalten" hinaus, daher gibt es relativ wenig Konfigurationsmöglichkeiten die das Frontend direkt betreffen.
Wenn du dich möglichst wenig mit Typoscript ausseinander setzen möchtest solltest du dir z.b. TemplaVoila mal anschauen, ganz um Typoscript wirst du jedoch nicht rumkommen.
Es geht nicht ums möchten 🙂 mit Typo3/TypoScript beschäftige ich mich ja schon. Ich bin da etwas Contao-verwöhnt, da geht relativ viel über das backend und man hat trotzdem noch jede Menge Möglichkeiten über Templates / eigene Erweiterungen / oder direkt in den Modulen selber anzupassen.
MarkKnochen schriebEs geht nicht ums möchten 🙂 mit Typo3/TypoScript beschäftige ich mich ja schon. Ich bin da etwas Contao-verwöhnt, da geht relativ viel über das backend und man hat trotzdem noch jede Menge Möglichkeiten über Templates / eigene Erweiterungen / oder direkt in den Modulen selber anzupassen.
Wenn nun Contao so toll ist und Typo3/TypoScript so anstrengend - warum bleibst du dann nicht bei Contao?
Weil es immer noch Kunden gibt, die unbedingt ein Typo3 wollen und weil es natürlich für mich sinnvoller ist, sich mit beiden System auszukennen. Möglicherweise bin ich da von Contao etwas verwöhnt - und wahrscheinlich werden Leute, die von Typo3 zu Contao wechseln auch erst einmal sagen, "oh man, warum kann ich hier nicht alles in einer Scriptdatei selber schreiben" ...
Für den Umstieg jetzt sieht es so für mich aus, dass die Backend-Arbeit und das wirklich Erstellen der Seite deutlich mehr an einen Betreuer der Seite gegeben werden muss, als das bei Contao der Fall ist. Ist natürlich auch ein Argument zu sagen, ich biete nur Typo3 an, da weiß ich, dass die "User" mit dem Erstellen der Seite eh nicht zurecht kommen. Damit habe ich halt die kleine Garantie, immer an Aufträge zu kommen oder auch nach Fertiggstellung der Seite vom Kunden gebraucht zu werden.
Naja, eigentlich sollte ja nach Fertigstellung der Seite kein Bedarf da sein am TS etwas zu ändern, da es ja ratsam ist, die Seitenstruktur einer Webseite möglichst konsistent zu halten. Einige Spielereihen lassen sich mittels z.b. mit Textbausteinen im HTML-Format und ähnlichen Methoden vordefinieren, aber alles in allem sollte der normale Benutzer ja nur den Content bearbeiten müssen und ggf. beim Anlegen einer Seite oder ContentElements noch ein zugehöriges Layout auswählen müssen.
Typo3 sieht ( meines Wissen ) die Aufteilung in drei Kategorien vor:
- Programmierung, d.h. Typoscript und ggf. Extensions
- Design d.h. HTML-Templates und CSS
- Inhalt d.h. Inhalt 😃
Generell spricht nichts dagegen wenn eine einzelne Person mehrere Kategorien abdeckt, dass kann man aber leider/zum Glück nicht generell vorraussetzen
MarkKnochen schriebIst natürlich auch ein Argument zu sagen, ich biete nur Typo3 an, da weiß ich, dass die "User" mit dem Erstellen der Seite eh nicht zurecht kommen. Damit habe ich halt die kleine Garantie, immer an Aufträge zu kommen oder auch nach Fertiggstellung der Seite vom Kunden gebraucht zu werden.
User aka Authoren sollten IMMER die Möglichkeit haben Seiten zu Erstellen oder zumindest zu bearbeiten sonst würde ein CMS ad absurdum geführt.
Die Garantie so an Aufträge zu kommen hält übrigens nur solange bis dein Kunde die Nase voll hat oder ihm jemand sagt, dass man das besser machen kann. Dannn ist dein Kunde sehr schnell der Kunde von jemand anders. Daher würde ich mir diese Art zu denken sehr schnell abgewöhnen...
Dannn ist dein Kunde sehr schnell der Kunde von jemand anders. Daher würde ich mir diese Art zu denken sehr schnell abgewöhnen...
:-) Das war nicht meine Art zu denken - mir kam es nur in den Sinn, dass man Typo3 vielleicht mal so angedacht hat
Interessante Diskussion. Da ich mich in der angenehmen Situation befinde, sowohl Redakteur für Content und ausreichend Kenntnis von TS usw. zu besitzen kleinere Extensions selbst einzubinden und abzuändern, folgender Hinweis:
Was die Handhabung von TYPO3 als Redakteur angeht ist es wirklich kein Hexenwerk. Wenn mann nur alle zwei/drei Monate was daran arbeitet ist es am Anfang wie alles Neue etwas schwerer.
Was du aber vermutlich meinst Mark - bitte korrigier mich, falls es nicht so ist - das bei Contao Module auch von den Redakteuren eingebunden werden können um neue Funktionen zu bekommen. Das ist bei TYPO3 auch möglich, vermutlich aber nicht so simple wie bei Contao. Das hängt aber aus meiner Sicht mit der großen Flexibilität von TYPO3 zusammen.
Mein Rat für die Arbeit mit TYPO3: Wer sich im Vorfeld schon ausreichend Gedanken darüber macht, was er alles haben möchte - auch wenn er es am Anfang noch nicht wirklich braucht - sollte einfach mit dem entsprechenden Weitblick von Grund auf Arbeiten.