Hallo Typo3-Gemeinde,
nach meiner Rechtsauffassung ist eine selbstgeschriebene Extension mein geistiges Eigentum, d. h. ich kann mir jeweils aussuchen, ob ich diese unter GPL veröffentliche oder nicht. Ist das richtig so? Kann mir jemand eine rechtliche Quelle nennen, die das belegt?
Danke und viele Grüße,
Copernic
Hi!
Ein Indiz findest Du z.B. beim BE-Login, dort steht:
BE-Login-Screen schriebTYPO3 CMS. Copyright © 1998-2003 Kasper Skårhøj. Extensions are copyright of their respective owners.
CU
maxhb
nicht ganz Jungs GPL heist leider:
1. das du zwar das recht hast deinen Code nur an bestimmte leute weiter zu geben,
2. und sogar Kohle dafür zu verlangen kannst
du aber
3. den SourceCode offen legen musst (da er Automatisch unter die GPL fällt)
und ihn jeder andere frei weiterverwenden , verändern und reproduzieren darf so oft er will.
Allerdings fallen diese veränderungen auch dann wieder automatisch unter die GPL.
solong
ich hoffe mein Jurastudium war zur hilfe gut genug
Das ist meiner Meinung nach nur zu 99% richtig. Denn niemand kann dich zwingen z.B. Code von deinem Rechner zu veröffentlichen. Die Wirkung der GPL hängt ja nicht davon ab, ob die Software fertig ist oder nicht.
Die GPL zwingt dich dazu den Code, jeder Software die du veröffentlichst, offen zulegen. In Fall von Typo3 bedeutet das ( so hat Kasper es mal erklärt ), dass du je nach Arbeitsvertrag durchaus für eine Firma eine Veränderung an Typo3 vornehmen kannst ( z.B. eine Extension schreiben ), ohne diesen Code freizugeben. Sobald du deine Änderung jedoch jemandem zum Kauf anbietest, musst du auch den Code für alle freigeben. Du kannst die Software natürlich trotzdem zum Kauf anbieten, es steht ja jedem frei dir Geld dafür zu geben oder du bietest Sonderleistungen ( Support, etc. ) an.
Das ändert übrigens nichts daran, dass das Copyright ( in Deutschland Urheberrecht ) bei dem jeweiligem Entwickler liegt.
Gruß
Ensis
Prinzipiell ist es allerdings erlaubt, eine Extension Closed Source zu machen, solange die Extension keine Quelltexte von typo3 berührt. Es gibt auch für Open Source Projekte wie z.B. Mambo ausreichend kommerzielle Komponenten. Wichtig ist nur, dass Quellcode vom Hostsystem weder verändert, noch übernommen wird.