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Haben Möglichkeiten Masse?

Erstellt am 16. Juni 2013 · 3 Antworten · letzte Antwort am 4. August 2013

Tags: Diskussion

mncde ·

Im heutigen Internet ist der Vertrieb von Waren - neben Werbung - einer der Hauptumsatzgeneratoren. Allerdings ist dieser Markt überschwemmt von unzähligen Shops und Shopportalen, die nur durch ausgeklügelte und/oder aggressive Werbestrategien und hohem Einsatz zum Erfolg zu führen sind.

Preis- und Umsatzsteigernd wirkt hier im Grunde nur die Erzeugung von Markenpräferenzen in Kombination von Kundenbindung (kauf mich, weil ich bin toll – kauf hier, weil hier ist es einfach).

Fakt ist: Der Markt ist satt!

Daher ist es an der Zeit, sich vom Vertrieb von Waren zu lösen und sich auf die Leistung an sich zu konzentrieren. Im Ansatz tun dies bereits Portale wie myhammer o.ä..

Dieser Markt ist lange nicht so gedeckt, wie er es sein könnte.

Die bisherigen Plattformen, die diese Thematik bearbeiten, sind allerdings simpel aufgestellt. Sie bieten (meist für den Endverbraucher) Leistung zum günstigsten Preis – und dies relativ umständlich.

Angesichts der Tatsache, dass sich Leistungs- und Qualitätsniveaus global angleichen, wird aber zukünftig die Reaktionszeit der Leistungserbringung eine entscheidende Rolle in der Vermarktungsstrategie und Preisgestaltung spielen.

Geschwindigkeit ist wertsteigernd und Bedürfnisbefriedigung in nahezu Echtzeit wird sich zum hohen Gut entwickeln – und dies nicht nur für Endverbraucher.

Daher ist eine Organisationsstruktur (Internetportal/-plattform) zu etablieren, die diesen Faktor entsprechend bewertet und in die flexiblen Preisfindungssyteme einbindet.

Motto: Statt „Best Price“ - „Reasonable Priced in BEST TIME“

Um optimales Ressourcen- und Auftragsmanagement zu erreichen, ist eine individuell auf den Anwender zugeschnittene App mit freiwilligem, selbstgesteuerten Geo-Tracking der Marktteilnehmer einzusetzen (wann kann/will ich).

So entsteht ein zentrales System, dass regionale Leistungen mit einem Höchstmaß an Effizienz und selbstregulierendem Qualitätsmanagement steuert.

Man bekommt dann das, was man benötigt/gern hätte und bezahlt den Preis, der dem Bedürfnis, insbesondere der Reaktionszeit, entspricht.

Das Potential des so zu generierenden Umsatzes verhält sich mindestens proportional zur Marktabdeckung (räumlich gesehen – global gibt es im Mittel keinen Unterschied an Bedürfnissen).

Da tatsächlich sämtliche Leistungen, die von Personen ausgeführt werden, über ein derartiges System vertrieben/vermarktet/verwaltet werden können, liegt es nahe, mit erheblichen Umsätzen zu rechnen (als Anregung: Wie viel sind – sagen wir mal – > 8 % der globalen Lohnsumme?).

Um das zu toppen, betrachte man sich die erhobenen Daten. Sie zeichnen ein präzises Bild des tatsächlich stattfindenden Marktgeschehens und sind entsprechend weiter zu verwerten.

Man kann sicher sein, dass diese wertvoller sind, als simple Suchanfragen, die nur potentiell zu Marktgeschehen führen.

Die zu ziehenden Rückschlüsse sind konsequent in Marktkorrigierungs-/-optimierungsinstrumente umzusetzen.

Beschleunigung.

Da dieses System durchaus Auswirkungen auf die Gesellschaft haben kann (Frage: Wer braucht dann eigentlich noch einen Rahmen-/Arbeitsvertrag?) und die Verwertung der Daten sensibel und zielführend geschehen sollte, ist es enorm wichtig, dass dieses Konstrukt auf open source-Prinzipien basiert und die dahinter stehende Organisation/Gemeinschaft sich ihrer Verantwortung bewusst ist, kommuniziert und lebt.

Über die Potentiale und technischen Möglichkeiten dieses Systems würde ich gerne mit Euch reden und ich teile den möglichen Erfolg dieses Projektes mit jedem, der die Notwendigkeit von „fair economy“ sieht und sich an der Umsetzung beteiligt.

mncde@t-online.de
www.facebook.com/diegoloco8

mischa ·

Hi,

die These an sich ist äußerst interessant - aber aus meiner Sicht eine Totgeburt.

Man bekommt dann das, was man benötigt/gern hätte und bezahlt den Preis, der dem Bedürfnis, insbesondere der Reaktionszeit, entspricht.

Fakt ist, dass der Konsument (ausgenommen einer kleinen Minderheit) nur bereit ist, den niedrigsten Preis zu bezahlen. Geiz ist und bleibt leider geil. Dagegen kann man nichts machen. Und hierfür nimmt der Konsument auch zähneknirschend längere Lieferzeiten oder schlechten Service in Kauf. (schon mal bei Aldi einen PC reparieren lassen?)

Wer einen best reasonable Preis bezahlen will, der sucht i.d.R. einen Dienstleister. Hierfür gibt es (mal etwas pauschalisiert) für Städter myhammer und für Dörfler den Freund eines Freundes eines Bekannten dem sein Spezl, der das kann und günstig und schnell erledigt. 😉
Aber trotzdem wird das immer seinen Preis haben.

Für Bestellungen von einfacher Ware (Bücher, Elektronik oder sonst was alles) gibt es den markführenden und -bestimmenden Händler, der mit schnellster Lieferzeit (Ausnahmen bestätigen die Regel) kaum noch zu toppen ist.

So entsteht ein zentrales System, dass regionale Leistungen mit einem Höchstmaß an Effizienz und selbstregulierendem Qualitätsmanagement steuert.

Mir stellt sich eher die Frage, kann man wieder einen Markt ohne Internet etablieren, der regionale Anbieter fördert. Muss der Metzger, Schreiner, Bäcker im Ort unbedingt im Internet stehen und so unnötige finanzielle Resourcen "verplämpern", die ihm ohnehin keine Neukunden generieren. Er würde dann zwar gefunden, aber durch aggressivste Werbung der Billigkonkurrenz überrollt werden.
Qualitätssicherung und Preisregulierung entsteht dann durch Weiterempfehlung.

Da dieses System durchaus Auswirkungen auf die Gesellschaft haben kann (Frage: Wer braucht dann eigentlich noch einen Rahmen-/Arbeitsvertrag?) und die Verwertung der Daten sensibel und zielführend geschehen sollte, ist es enorm wichtig, dass dieses Konstrukt auf open source-Prinzipien basiert und die dahinter stehende Organisation/Gemeinschaft sich ihrer Verantwortung bewusst ist, kommuniziert und lebt.

Hier sehe ich genau das Gegenteil als richtig: OpenSource steht unter den meisten Leuten in keinem guten Licht. Es ist immer leicht zu knacken, weil Schwachstellen im Quellcode ausfindig gemacht werden können.
Wichtiger wäre hier eine offene und transparente Informationspolitik, die den Kunden die Angst vor Datenmissbrauch nimmt.

Unbekannter Benutzer ·

@Mischa
Es gibt Wörter die sollte man nicht benutzen... Todgeburt gehört dazu. Please!

Wer einen best reasonable Preis bezahlen will, der sucht i.d.R. einen Dienstleister. Hierfür gibt es (mal etwas pauschalisiert) für Städter myhammer

Ich sprech jetzt mal aus dem Themengebiet Programmierung und Technologie, da würdest Du myhammer wirklich als "best reasonable Preis" Portal empfehlen? Andere Bereiche kann ich nicht beurteilen, da mag das vielleicht anders sein.

Hier sehe ich genau das Gegenteil als richtig: OpenSource steht unter den meisten Leuten in keinem guten Licht. Es ist immer leicht zu knacken, weil Schwachstellen im Quellcode ausfindig gemacht werden können.

Ja genau, Schwachstellen können ausfindig gemacht werden, idealerweise von der Entwicklergemeinde des OS Projektes wodurch in einem gut gepflegten OS Projekt eben eher wenige Lücken sind.

einpraegsam.​net ·

Ich wollte den Beitrat schon löschen, weil ich diesen für Spam hielt - gut dass es bereits ein paar Antworten hierzu gab.

Ich will an der Stelle nicht auch noch meine Gedanken verteilen - das überlasse ich euch.

mischa schrieb

OpenSource steht unter den meisten Leuten in keinem guten Licht. Es ist immer leicht zu knacken, weil Schwachstellen im Quellcode ausfindig gemacht werden können.

Das lässt sich so oder so argumentieren (hoffentlich nicht zu sehr Offtopic, aber eventuell hilfreich).

Würde ich Closed Source verkaufen:
"Open Source ist deutlich unsicherer. Jeder kann in den Code schauen und kann ohne viel Herumprobieren Sicherheitslücken ausfindig machen. Alleine die Anzahl an TYPO3 Sicherheitsmeldungen ist ein deutliches Zeichen dem System nicht zu trauen"

Aber ich verkaufe ja Open Source:
"Open Source ist deutlich sicherer. Jeder aus der Community kann in den Code schauen und auf potenzielle Sicherheitslücken hinweisen. Der transparente Umgang mit diesen Hinweisen ist bei TYPO3 deutlich zu erkennen. In Closed Source schlummern oftmals unzählige Sicherheitslücken, die eventuell noch nicht mal nach Bekanntwerden von der Entwicklerfirma gefixt werden. Als Nutzer einer solchen Software bleibt mir also nichts anderes übrig als auf die Entwicklerfirma zu vertrauen."