Vielleicht sollte ich meine subjektive Sicht auf TemplaVoila ein wenig erklären 🙂
Ich hole mal kurz ein wenig aus ... 😉
TYPO3 hat ja nun schon ein paar Jahre auf dem Buckel, genauso wie das "Internet", früher war das höchste der Gefühle eine 3-Spaltige Internetseite, mit "Text" und "Text mit Bild". Aus der Zeit kommen auch noch die TYPO3 Backend-Spalten "Links, Normal, Rechts und Rand".
Eine größere Firma wollte in dieser Zeit jedoch mehr Möglichkeiten haben und deren Redakteure sollten sich nicht mit Standard Inhaltselementen rumschlagen. Somit hat TemplaVoila ein bisschen mit biegen und brechen versucht etwas zu integrieren was nicht ganz mit dem TYPO3 Core umzusetzen war (damals) und somit einiges an Kompromissen gemacht im programmiertechnischen Unterbau. Dieser Unterbau ist es aber der es in den verganganer Jahren immer schwerer gemacht hat die Extension zu pflegen und an neue TYPO3 Versionen anzupassen. Es gibt momentan auch keine wirklich aktiven Entwickler mehr die sich mit gefunden Bugs beschäftigen, aus diesen Gründen würde ich ein zukünftiges Projekt nicht mit TempalVoila starten wollen.
TemplaVoila bietet 2 große Features die es auch so interessant machen.
Das eine ist eine visuelle Oberfläche mit deren Hilfe man schnell aus einem vorhanden HTML Template eine Vorlage für TYPO3 erstellen kann.
Man klickt sich durch und sagt, du bist der Header, du Footer, hier kommt Content und so weiter, danach schreibt das passende TypoScript für Header, Footer und so weiter.
Das zweite Feature sind die FCEs (Flexible Content Elements), mit denen kann man sich eigene Inhaltselemente erstellen oder auch ein zweispaltiges Inhaltselemnt. Natürlich sehr gut wenn man viele Redakteure hat, man gibt Ihnen ein solches FCE und da sind nur 2 Felder drin, "Überschrift" und "Text", keine anderen Auswahlmöglichkeiten wie in den Standard Inhaltselementen.
In den Projekten die ich mit TemplaVoila hatte, war es allerdings immer etwas umständlich wenn nach 2-3 Monaten hier und da was erweitert werden sollte. So richtig kam man an der Stelle mit der GUI nicht weiter und vor allem wollte man sich auch nicht die komplette Vorlage zerschiessen. Bei den FCE's wurde es zum Teil schwierig, wenn der Redakteur dann auf einmal doch mehr können soll, so macht man dann schnell FCE 2,3,...10 und der Redakteur muss nun genau wissen, auf dieser Seite nur Element 3 und nicht 4, weil a und b, doch ansonsten Element 7.
Wenn du dir ein TYPO3 Buch schnappst wird da wahrscheinlich das MARKER und SUBPART Prinzip beschrieben sein, das ist sozusagen die alternative zur GUI von TempalVoila. Das Grundprinzip ist immer das gleiche, man nimmt sich sein fertiges HTML Design und trägt an den verschiedene Punkten Platzhalter ein die durch TYPO3 mit Content gefüllt werden. Einen Schritt weiter geht das Templating mit "FLUID", da kannst du dann im HTML z.B. Bedingungen definieren wann das Menu ausgegeben werden soll und wann nicht. (Mit dem Marker Suppart Prinzip kann man sowas aber auch in TypoScript) Hier ein ganz kleines Beispiel was das anreizt http://typo3blogger.de/templating-3-0-mit-typo3-fluidtemplate-teil-1/ . (Ist für den Einstieg in TYPO3 aber noch mal nen kleiner extra Brocken der verinnerlicht werden muss)
Einen Ersatz für die FCEs kann ich leider keinen nennen weil wir die bisher nie "gebraucht" haben. Es gibt aber verschiedene Ansätze dazu, einfach mal nach "typo3 fce ersatz" recherchieren. Bei uns haben die Redakteure meist nur die Rechte bekommen die Sie brauchen, somit haben Sie dann auch nur Titel und Text gesehen. Für mehrspaltige Inhaltselemente ist jedoch gridelements die alernative.
Aber jetzt genau Romane geschrieben 🙂