Hallo in die Runde,
bitte faßt die folgenden Fragen nicht als Provokation auf sondern mehr als die Frage von jemandem, der auf der Suche nach Antworten ist.
Vor vielen Jahren hatte ich mal drei Sachen für Freunde mit Typo gemacht, wohl eher aus Neugier als aus Erfordernis - es war sehr schwierig und zeitaufwändig, ich bin auch auf meine eigenen Grenzen gestoßen, als ich eine rudimentäre Extension programmierte, als ich versuchte validen HTML zu erzeugen, TypoScript zu verstehen ...
Jetzt nach laaanger Pause will ich ein eigenes Projekt auf die Beine stellen - Kriterien sind:
kostenloses CMS
Layout + Content + Addons in mehreren Sprachen
Erweiterbarkeit durch Programmierung (mit Zugriff auf eigene Datenbankstrukturen)
Vorgefertigte Extension (Addons): Userregistrierung mit Captcha, Inhalte je nach Berechtigung, Forum, Bildergalerie mit Schnittstelle
Um wieder auf den aktuellen Stand zu kommen, fing ich an, über TYPO3 zu recherchieren. Nun ja, es gibt kein TYPO3 mehr, es gibt TYPO3 CMS, TYPO3 Neos ...
1. Wie groß ist die Möglichkeit, das TYPO3 CMS in absehbarer Zeit eingestellt wird?
2. Stimmt es, das TYPO3 veraltet ist und wie ich in einigen Foren las, nicht mehr zeitgerecht ist?
3. Wie groß ist die Möglichkeit, das TYPO3 Neos in absehbarer Zeit eingestellt wird?
4. Oder ist es eher so, daß aus einem TYPO3 zwei TYPO3 werden, die irgendwann noch nicht mal den Namen gemeinsam haben?
5. Wie sieht es mit der Kompatibilität der zwei TYPO3 aus, wie der Aufwand?
6. Stimmt es, daß TYPO3 so sehr an Komplexität zugenommen hat, daß es sich nur noch für größere Projekte lohnt?
7. Wären Drupal, Joomla!, OpenPHPNuke oder Contao Alternativen?
Gruss
Hallo,
Dummie schrieb
1. Wie groß ist die Möglichkeit, das TYPO3 CMS in absehbarer Zeit eingestellt wird?
2. Stimmt es, das TYPO3 veraltet ist und wie ich in einigen Foren las, nicht mehr zeitgerecht ist?
3. Wie groß ist die Möglichkeit, das TYPO3 Neos in absehbarer Zeit eingestellt wird?
4. Oder ist es eher so, daß aus einem TYPO3 zwei TYPO3 werden, die irgendwann noch nicht mal den Namen gemeinsam haben?
5. Wie sieht es mit der Kompatibilität der zwei TYPO3 aus, wie der Aufwand?
6. Stimmt es, daß TYPO3 so sehr an Komplexität zugenommen hat, daß es sich nur noch für größere Projekte lohnt?
7. Wären Drupal, Joomla!, OpenPHPNuke oder Contao Alternativen?
ich will allgemein antworten:
Schau mal bei Ohloh: http://www.ohloh.net/p?q=typo3&sort=relevance
Ergebnis:
TYPO3 CMS
495K lines of code
129 current contributors
25 days since last commit
129 users on Ohloh
TYPO3 FLOW
76.6K lines of code
38 current contributors
4 months since last commit
25 users on Ohloh
TYPO3 NEOS
81.4K lines of code
19 current contributors
12 days since last commit
7 users on Ohloh
=> Da siehst du, dass bei so vielen Entwicklern es recht unwahrscheinlich ist, dass die alle demnächst die Lust verlieren. ;-) Neos ist noch ein sehr junges Projekt und aktuell noch im Alpha Stadium (=> http://neos.typo3.org/). Neos basiert auf TYPO3 FLOW, das ein kompletter Neuentwurf des gesamten, bisherigen TYPO3 CMS darstellt: es basiert konsequent auf modernen Programmierpardigmen wie: Objektorientierung, Domain Driven Design, Model-View-Controller Architektur, die vieles in der Programmierung sehr stark strukturieren und damit vereinheitlichen.
=> Zu Vorteilen gegenüber Drupal, Joomla und Co: meines Erachtens ist es am felxibelsten einsetzbar von allen: von der kleinen Vereinshomepage bis zur komplexen Konzernsite ist alles möglich... zugegeben: der Einarbeitungsaufwand ist nicht zu unterschätzen.
Gruß,
Christoph
Danke adelphos, aber dieses allgemeine ist schon mein Problem. Irgendwie ist alles noch in Bewegung und scheinbar noch gar nicht spruchreif. Laut www.ohloh.net/p/typo3-neos:
"TYPO3 Neos soll vielleicht irgendwann TYPO3 CMS ersetzen, aber unsere Annahme ist, dass das existierende Produkt so lange Userakzeptanz da ist weiterhin unterstützt und weiterentwickelt wird. Deshalb wird TYPO3 Neos und TYPO3 CMS eine zeitlang koexistieren und Nutzern die Möglichkeit bieten, die Version zu verwenden, die für ihre Projekte am besten geeignet ist."
Zwei interessante Interviews zu diesem Thema nachfolgend.
www.contentmanager.de/magazin/interview_mit_helmut_hummel_ueber_typo3_6_0.html
"Mit der Version 6.0 sind wir hier entscheidende Schritte weitergekommen und haben uns in vielen Bereichen Neos angenähert." Scheinbar ist Neos doch das Ziel.
Diejenigen, die das Framework TYPO3 FLOW verwenden - so sie ein CMS benötigen - werden vermutlich mit weniger Schwierigkeiten auf Neos umsatteln können als TYPO3 CMS Dummie-Nutzer.
www.contentmanager.de/magazin/robert_lemke_ueber_typo3_neos_und_flow.html
Was ich aus dem Interview rauslesen konnte, ist, dass voraussichtlich TYPO3 FLOW die Schnittmenge beider Systeme sein wird.
"Spannend an der Kombination von Neos und dem CMS ist, dass man mit minimalen Anpassungen aus einer eigenständigen Web-Applikation ein Plugin für TYPO3 Neos machen kann." Heißt das, das es mehr noch in den professionelen IT-Bereich mit Neos gehen wird?
"TYPO3 Neos hingegen ist der Newcomer, der sich erst noch beweisen muss." wie kann sich jedoch ein System beweisen? Phoenix alias Neos wird seit 2009 entwickelt und ist jetzt Anfang 2013 in der Alphaphase ist.
TYPO3 ist damals so stark geworden und gewachsen, weil auch Dummies wie ich TYPO3 zwar mit ach und krach und mit Unterstützung der Community aber doch genutzt haben. Als Dummie kommt einiges auf mich zu - egal welche Entscheidung ich treffe. Wenn man es sich leisten kann, wird man warten oder TYPO3 CMS verwenden, weil da eine Basis (Knowhow, Lösungen in Form von Extensions) ist, auf der man aufsetzen kann - oder?
Gruß
Typo3 CMS:
Wie der Name schon sagt, primär CMS, sprich für Webseiten mit dynamischen/pflegbaren Inhalten
Typo3 Neos:
Framework mit ein wenig CMS. Gedacht für eigene Projekte, die eine CMS Funktion haben sollen, diese aber nicht im Vordergrund steht.
Ein Dokumentenmanagement oder eine Bilddatenbank wäre vielleicht ein passendes Beispiel.
FLOW3:
Flow3 ist ( meines Wissens ) ein reines Framework und dient als Grundlage für ( saubere ) eigene Programmierung.
Wie adelphos bereits erwäht hat, ist Neos noch nicht ganz ausgereift und in meinen Augen noch nicht für Produktivzwecke geeignet, aber Typo3 CMS / Typo3 v6 ist bereits sehr umfangreich und kann über eigene Extension bzw. über das USER/USER_INT Objekt nahezu grenzenlos erweitert werden, daher würde ich dir dazu raten.
Von deinen anderen Beispielen kenne ich nur Joomla, bin davon aber nicht grade begeistert, da sich mir die Logik des Seitenaufbaus nicht ganz erschliesst. Ich brauch da immer ewig bis ich durchblicke wenn ich was drin machen muss, während Typo3 dank Baumstruktur im Backend doch sehr intuitiv ist.
Aber wie bereits erwähnt wurde, die Einarbeitungszeit in Typo3 ist nicht zu unterschätzen.
Das Neos "nur" ein Framework mit "ein wenig" CMS-Funktionalität sein soll, habe ich nicht gelesen. Wenn dem so ist, dann ist das Wirrwarr komplett - oder?
zeroalpha schriebVielleicht hilft das hier für ein bisschen mehr Verständnis.
Ich vermute Ende 2013 wird sich allmählich herauskristallisieren, ob:
- Neos (Phoenix bzw. TYPO3 5) wirklich (wie eigentlich vorgehabt) CMS (TYPO3 6 ehemals TYPO3 4) ersetzen wird
- Neos ein Zwischending zwischen FLOW und CMS bleiben wird - also etwas CMS, was sich auf FLOW aufgesetzt hat
- CMS Neos ersetzen wird
- CMS + FLOW + Neos zu einem neuen TYPO3 X übergehen
- ...
Quo vadis TYPO3? Ich werde mal abwarten. Danke Euch allen!
Denke ich nicht.
Die Agenda sagt ja eindeutig, das Typo3 6.x noch lange bestehen wird.
Flow sollte eigentlich auch noch lange laufen, da es wie gesagt ein Framework ist und so gesehen nichts mit Typo3 zu tun hat.
Und ich denke Neos ist ein interessanter Mittelweg wenn man nicht das CMS komplett überarbeiten möchte und gleichzeitig eine großen Anteil eigener Programmierung hat.
Von da her hat jeder Teil für sich eine ziemlich relevante Daseinsberechtigung, was bringt dich also zu dem Schluss, dass in absehbarer Zeit ein Teil davon wegfallen könnte?