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Flow3 im produktivem Umfeld einsetzbar?

Erstellt am 1. November 2011 · 16 Antworten · letzte Antwort am 16. November 2011

Tags: Frage

TheJoker ·

Guten Tag allerseits

Ich bin zur Zeit dabei, für ein eigenes Projekt einen Blog zu realisieren. Da ich kein bestehendes Produkt wie WP oder t3Blog verwenden möchte, habe ich begonnen ein eigenes System zu schreiben. Doch bald bin ich beim Layout angestanden.

Ausser Fluid konnte leider keine Templateing Engine meine anforderungen erfüllen. Da habe ich den entschluss gefasst, Flow3 zu verwenden.

Ich muss auch ehrlich zugeben, ich habe mich noch nicht in die API eingearbeitet, ebenfalls habe ich mich auch mit der Fluid Syntax noch nicht tiefergehend auseinander gesetzt.

Ich wollte mich, bevor ich Stunden da reininvestiere, zuerst erkundigen, ob schon wer Erfahrungen mit Flow3 in einem produktiven Umfeld gemacht hat.

Dabei muss ich ganz klar zugeben, dass ich Flow3 einzig für Fluid zu brauchen gedenke.
Alle anderen Funktionen und sogar eine eigene Schnittstelle für Erweiterungen schreibe ich zurzeit selber.

lg Pascal

oliver_g ·

Hi,

also wenn du Flow3 nur wegen Fluid nehmen möchtest, dann wirst du wohl keine Freude dran haben. Flow3 ist ein "Alles oder nichts" - Framework, du musst entweder alles beherschen oder du kannst es nicht verwenden. So modular wie das Zend Framework ist es nicht.

Für den Produktiveinsatz halte ich es persönlich noch nicht reif genug, momentan ist ja die Doku noch arg unvollständig (to be written) und auch das was da steht ist auch nicht wahnsinnig ergiebig an Informationen. Zudem ist es grottenlahm und hat ein paar ersten Probleme wie z.B., das Debuggen, durch den massiven Einsatz von Proxyklassen wird das Debuggen etwas erschwert. Auch diese totale Abhängigkeit zu Doctrine ist zumindestens bedenkenswert. Muss man mögen.

Ehrlich gesagt, denke ich für mich persönlich, dass der Ansatz des Zend Framework mit seinen modularen Komponenten der zukunftssichere ist. Ich könnte mir auch vorstellen, dass Flow3 in seiner jetztigen Form es schwer haben wird sich durchzusetzen (nicht dass ich es hoffen würde).

Mal in einem halben Jahr schauen ob die Doku weiter ist, ein System steht und fällt mit seiner Doku und da ist momentan alles eher auf "fallen" gestellt.

Gruß

TheJoker ·
oliver_g schrieb

Flow3 ist ein "Alles oder nichts" - Framework

Schade sowas zu lesen.

Aber was genau spricht denn dagegen, es zwar als Komplettes einzubinden, jedoch parallel die eigene Engine laufen zu haben.
Oder funktioniert Fluid nur in kombination mit den ganzen anderen Funktionen?

Wenn dem so ist, gibt es "brauchbare" Alternativen was die Template-Engine angeht?

oliver_g schrieb

Für den Produktiveinsatz halte ich es persönlich noch nicht reif genug, momentan ist ja die Doku noch arg unvollständig (to be written) und auch das was da steht ist auch nicht wahnsinnig ergiebig an Informationen.

Das ist in der Tat auch der Grund warum ich zuerst nachfragen wollte^^

oliver_g ·

Yupp, du musst alles nehmen oder nix. Fluid ist ziemlich verzahnt mit dem ganzen, ein isolierter Einsatz ist meines Wissens noch nicht möglich.

Aber was bietet dir Fluid was andere PHP Template Engines nicht auch können?

TheJoker ·
oliver_g schrieb

Aber was bietet dir Fluid was andere PHP Template Engines nicht auch können?

Logische Funktion und Arrays

igorshmigor schrieb

Du kannst doch Fluid auch ohne FLOW3 verwenden. Oder habe ich irgendetwas falsch verstanden?

Ich mag mich irren, doch ich glaube man hat nur die Variante Fluid/Extbase in Typo3 oder Flow3 zu verwenden, um auf die Fluid-Engine zurückgreifen zu können.

igorshmigor ·

Ach so, TYPO3 möchtest Du auch nicht nutzen. Ja, mein Fehler. Du willst also eine komplette Blog-Software von Grund auf neu programmieren? So als Übung für Dich selbst? Sonst spricht doch eigentlich nichts gegen Wordpress.

oliver_g ·

@TheJoker:

Ich weiß, Smarty ist nicht das Maß aller Dinge, aber hast du dir diese Template Engine schon mal angeschaut?

Ich selbst bevorzuge auch den "minimalistischen" Ansatz von Fluid, überladene Smarty Templates sind auch nicht mein Ding, aber ich habe vor Jahren selbst mit Smarty gearbeitet und gehört, dass man heute auch PHP als Template Sprache nehmen kann. Das entschärft zumindestens ein wenig die ganzen "Smarty-Gräber" (aka Smarty - Templates).

@igorshmigor:

Lass ihn doch sein Blog selbst entwickeln, man muss nicht immer eine überladene Software einsetzen. Ein Blog ist ja auch etwas sehr überschaubares. Und einen besseren Grund als eine Übung für sich selbst gibt es doch auch nicht ;-)

igorshmigor ·
oliver_g schrieb

@igorshmigor:

Lass ihn doch sein Blog selbst entwickeln, man muss nicht immer eine überladene Software einsetzen. Ein Blog ist ja auch etwas sehr überschaubares. Und einen besseren Grund als eine Übung für sich selbst gibt es doch auch nicht ;-)

Ja, das ist ein guter Grund, aber auch der Einzige. Ansonsten bedeutet es vor Allem mehr Arbeit, weniger Komfort, weniger Funktionalitäten.

Wichtiger als die Wahl der Template Engine wäre mir bei so einem Projekt die Wahl des Frameworks. Mit FLOW3 bin ich nicht vertraut, deshalb kann ich dazu nichts sagen. Das Zend Framework wäre aber auf jeden Fall auch nicht verkehrt. Kaum noch Kinderkrankheiten, gute Dokumentation, es ist modular und vielseitig, hat eine große und erfahrene Community.

oliver_g ·

Ja, deine Aussagen zum Zend Framework kann ich nur unterschreiben. Ich glaube Flow3 wird es schwer haben, da es zu schwerfällig ist...

TheJoker ·
oliver_g schrieb

@igorshmigor:

Lass ihn doch sein Blog selbst entwickeln, man muss nicht immer eine überladene Software einsetzen. Ein Blog ist ja auch etwas sehr überschaubares. Und einen besseren Grund als eine Übung für sich selbst gibt es doch auch nicht ;-)

Jap genau das ist der Grund 😃

Danke für den Tipp mit Smarty. Ich werde es mir mal anschaunen

igorshmigor schrieb

Ja, das ist ein guter Grund, aber auch der Einzige. Ansonsten bedeutet es vor Allem mehr Arbeit, weniger Komfort, weniger Funktionalitäten.

Wichtiger als die Wahl der Template Engine wäre mir bei so einem Projekt die Wahl des Frameworks. Mit FLOW3 bin ich nicht vertraut, deshalb kann ich dazu nichts sagen. Das Zend Framework wäre aber auf jeden Fall auch nicht verkehrt. Kaum noch Kinderkrankheiten, gute Dokumentation, es ist modular und vielseitig, hat eine große und erfahrene Community.

Zum ersten Punkt.
Ja, es ist sicherlich mit mehr Arbeit verbunden sich ein eigenes System zu schreiben. Weniger Komfort und Funktionalität würde ich jedoch nicht sagen. Da ich das System ja selber schreibe, kann ich besser auf meine Bedürftnisse eingehen, als ich es mit einem fertigen System wie WordPress möglich wäre. Ich habe es mir selbstverständlich angeschaut, aber es hat mich nicht so wirklich überzuegt ;-)

Zum 2.
Ich bin noch mit gar keinem Framework vertraut, ich habe bis jetzt noch nie eines verwendet. Da ich in der Firma auch fürs Webdesign zuständig bin, und wir Typo verwenden bin ich auf Flow3 und somit Fluid gestossen. Wäre dies nicht der Fall gewesen so hätte ich warscheinlich auch die Templateengine selbst geschrieben. Ich habe da so ein Paar kleine Ideen im Hinterkopf, wie das System schlussendlich aussehen soll.
Ich bin noch unschöüssig ob ich überhaupt ein Framework verwenden soll. Ich werde mir Zend sicherlich mal anschauen. :-)

oliver_g ·

@ThJoker:

Ich würde dir dennoch eher das Zend Framework empfehlen, da dieses sehr modular ist. Was ich mindestens verwenden würde davon ist:

- die MVC Klassen (leider nur VC, da das Model nicht bedient wird)
- und die Datenbankklassen

Ansonsten hat das Zend Framework noch haufenweise anderer nützlicher Klassen an Bord.

ODER aber du nimmst Typo3 4.6 als Framework (ich sehe Typo3 eher als Framework mit Weboberfläche, nicht als CMS im klassischen Sinne) und entwickelst deine Blogsoftware mit Extbase + Fluid.

Von Smarty würde ich dir ehrlich gesagt abraten, da es einfach nicht mehr zeitgemäß ist.

Gruß

TheJoker ·

Danke oliver_g

Ich werde mir mal beide Vorschläge durch den Kopf gehen lassen und vergleichen.

Besten dank schon mal.

igorshmigor ·

Ich habe meinen Blog auch mit TYPO3 umgesetzt, und weil ich T3Blog ebenfalls nicht nehmen wollte (schlechte Erfahrungen), habe ich ihn einfach mit TypoScript (ca. 500 Zeilen) und PHP (ca. 110 Zeilen) umgesetzt. Ich bin ganz zufrieden damit, ich kann ganz normale Seiten verwenden, habe also alle Freiheiten bei der Gestaltung der Blog-Posts. Für die Kommentare nehme ich sk_pagecomments, welches per TypoScript automatisch auf jeder Seite eingebunden wird. Für die Übersichtsseiten wird einfach immer das erste Inhaltselement der Artikelseite verwendet.
( http://www.pascalcollins.de/mein-blog/ )

TheJoker ·

Entschuldige, dass ich mich solange nicht mehr gemeldet habe.
Ich hatte recht viel um die Ohren.

Interessante varriante. Aber ich bin trotzdem noch unschlüssig, ob Typo3 wirklich das leisten kann, was ich mir wünsche.
Da so viel wie möglich ohne Seitenreload laufen soll(ajax), glaube ich, nachdem ich mir Zend auch mal genauer angeschaut habe, dass es am besten kommt, wenn ich alles von Grund auf neu schreibe.

Dennoch danke für all diese Anregungen und sehr hilfreichen Tipps.

LG Pascal