Hat sich schon mal jemand Gedanken zu einem Abrechnungs-System für freie Redakteure gemacht? So exotisch, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag, ist das gar nicht: Ein journalistisch geprägter Webauftritt, wie zum Beispiel unser Regionalportal einer sein wird, lebt schließlich von der Berichterstattung. Klassischerweise besteht die Redaktion aus einem Stab von freien Mitarbeitern. Die gerechte Bezahlung ist da ganz schnell ein wichtiges Thema.
Bei Tageszeitungen gibt es seit jeher den Begriff "Zeilengeld", weil die feste Spaltenbreite in Zeitungen eine Abrechnung nach Textmenge relativ einfach macht. Unsere Vorstellung ist nun (weil unser Portal ebenfalls feste Spaltenbreiten besitzt), dieses Verfahren zu übernehmen und zu automatisieren. Ideal wäre ein Zeilenzähler unterhalb des RTE, der nach der Freigabe des jeweiligen Beitrags durch den Chefredaktuer (Chef vom Dienst, Ressortleiter, was auch immer) die Textmenge dem Redakteur auf ein "Zeilenkonto" gutschreibt.
Nun nehme ich nicht im Ernst an, daß es so etwas schon gibt. Aber eine Diskussion darüber, wie man so etwas sinnvollerweise umsetzt, könnte doch durchaus interessant sein. Nun denn: Hat jemand Vorschläge?
Den Editor schon mal vorglühend,
Nello
Einfacher möglich ist die Abrechnung über Wörter bzw. Buchstaben. Problematisch stellt sich folgendes dar:
* Der Redakteur macht im RTE keinen Zeilenumbruch
* Dennoch wird die Zeile einfach ohne HTML-Tag umgebrochen.
* HTML stellt dieses ebenfalls bis zum nächsten Return als Ließtext dar.
* Jetzt ist es die Sache eine jeden Browsers
So kann z.B. auf einem MAC der Zeilenumbruch ganz anders sein als auf einem PC. Darum wird dieses technisch wohl kaum umsetzbar sein. Die Wörter- bzw. Buchstabenmethode hingegen wäre möglich.
mfg,
Robert Meyer
www.typo3server.de
Hallo Robert,
stimmt, der dynamische Zeilenumbruch ist in der Tat ein Problem, das aber auch noch an ganz anderer Stelle auftaucht: Man kann ja zum Zeilenschinden möglichst viele möglichst große Bilder einbauen. Da der Text drumrumläuft, wäre das dann bares Geld wert.
Also keine Zeilen zählen, sondern am besten gleich die Anschläge, sozusagen die Sprach-Atome; das dürfte auch sozial das verträglichste sein.
Nello
Klar, böse Absichten müssten auch noch verhindert werden. Dies halte ich aber für ein geringeres Problem, da vermutlich ja alle Redakteure namendlich bekannt sind und "Betrug" somit keinen langfristigen Erfolg haben würde. Dennoch müsste es, würde man Zeilenweise abrechnen, irgendwie mit überprüft werden, um eine "schöne, saubere" und tatsächlich automatische Abrechnungsmethode zu haben.
Darum: Je Zeichen, das nicht in <Tags> steht. Da wird man also um ein eigenes Modul oder eine externe Anwendung, die z.B. mittels ODBC (Windows) auf die Tabellen zurückgreift, nicht herum kommen.
mfg,
Robert Meyer